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Olof Boman, Dirigent

Der schwedische Dirigent Olof Boman studierte Orchester- und Chordirigieren an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm. In Berlin lebend, führen ihn seine Engagements oft in seine skandinavische Heimat, aber auch um die ganze Welt.

Sein Interesse für die Musik des 18. Jahrhunderts führte über das Studium historischer Aufführungspraxis und Cembalospiel zur intensiven Zusammenarbeit mit namhaften Barockorchestern, darunter die Akademie für Alte Musik Berlin und den Barokksolistene mit Bjarte Eike.

Die unkonventionelle Verbindung von Alter und Neuer Musik, das Aufbrechen von programmgestalterischen Konventionen gehören dabei generell zu den besonderen Kennzeichen Bomans.

Als Gastdirigent hat Olof Boman unter anderem mit dem Konzerthausorchester Berlin, den Bremer Philharmonikern, der Kammerakademie Potsdam, dem Norrköping Sinfonie Orchester, dem Aalborg Sinfonie Orchester und dem Trondheim Sinfonie Orchester zusammengearbeitet. Ebenso leitete er eine Vielzahl der großen europäischen Chöre wie den Schwedischen Radiochor, den Eric Ericsson Kammerchor, den RIAS Kammerchor, das Vocalconsort Berlin, den Balthasar-Neumann-Chor und Ensemble und das Vokalensemble des Dänischen Rundfunks.

Sein umfangreiches Wissen und Interesse an der Vokalmusik machen Olof Boman auch zu einem gern gesehenen Operndirigenten. Er leitete viele Aufführungen in verschieden Ländern, z.B. Semele Walk mit dem Solistenensemble Kaleidoskop und der Modedesignerin Vivienne Westwood in Australien und Südkorea oder Monteverdis Oper L‘ Orfeo mit der Popsängerin Peaches in der Hauptrolle im HAU 1 in Berlin. Eine Vorstellung, über die eine Kritikerin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schrieb, dass sie mit Abstand die beste, weil wahrste und herzergreifendste Opernproduktion sei, die in dieser Saison in der deutschen Hauptstadt zu erleben war.

Nach der Aufsehen erregenden Aufführung von Joseph Martin Kraus‘ Proserpin bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci 2013 kehrte er 2015 mit Il giardino d'amore von Alessandro Scarlati in die brandenburgische Landeshauptstadt zurück. In der Spielzeit 2014/15 leitete er neben zahlreichen Konzerten Oreste von Händel am Theater Bremen, wo er 2013 Jahr den großen Kritiker- und Publikumserfolg Orlando furioso von Vivaldi dirigierte. Ab der Spielzeit 2016/2017 ist Olof Boman der 1. Gastdirigent am Theater Bremen mit zwei Neuproduktionen pro Saison. 2016 wird er zunächst Maria Stuarda von Gaetano Donizetti realisieren. In 2016 stehen u.a. ein Konzert mit Concerto Köln, Ann Hallenberg und dem Rundfunkchor Stockholm auf der Agenda sowie ein Konzert mit dem Balthasar-Neumann-Chor und Ensemble beim Bachfest Leipzig.

In Luzern ist er im Frühjahr 2017 eingeladen, eine szenische Fassung der Marienvesper von Monteverdi mit dem Choreografen Sebastian Matthias zu dirigieren.